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Ein Wunsch: Basketball als Sparte im SV - PNP vom 01.10.08

Sie wollen Basketball in Bad Füssing vorantreiben, am liebsten als eine Sparte im SV (v.l.): Christoph, Marco, Sebastian, Marco, Johannes, Man und Nicola. Foto: Jörg Schlegel

Junge Freizeitspieler haben sich mit dem Anliegen an den Vorsitzenden gewandt - Nicht abgeneigt

(Bettina Durner, Bad Füssing) Da gibt es in Bad Füssing ein paar Jungs und die haben das gleiche Problem: Sie wollen Basketball spielen, aber wo? Im Sommer ging es ganz gut auf den ehemaligen Bahnen des Eisstockclubs im Freizeitpark. Doch jetzt steht der Winter vor der Tür. In einer Halle spielen, als Abteilung des SV Bad Füssing - das ist der Traum der jungen Burschen. Seit März treffen sie sich beinahe täglich, wenn es das Wetter erlaubt, um ihrer großen Leidenschaft nachzugehen: dem Basketballspiel. Sebastian Seidl und sein Freund Johannes haben sich im Freundes- und Bekanntenkreis umgehört und eine Schar Gleichgesinnter gefunden. „Im Internet und mit der Hilfe eines Vaters haben wir uns über die Regeln informiert“, macht Sebastian klar, dass sie nicht nur rumbolzen wollen, sondern am ernsthaften Spiel interessiert sind. „Uns macht es einen Riesenspaß“, spricht Sebastian für sich und die sieben anderen Freunde, alle zwischen 11 und 17 Jahre alt. „Wir haben auch einen Brief an die Gemeinde geschrieben, weil wir mit dem Belag auf den ehemaligen Stockbahnen nicht klargekommen sind“, berichtet Sebastian weiter. Und, zur großen Freude von ihm und seinen Freunden, wurde eine Asphaltdecke aufgezogen. „Da waren wir total froh und der Gemeinde vor allem dankbar“, so Sebastian. Denn nun stand dem Spiel nichts mehr im Weg. Ein Basketballkorb war sowieso vorhanden. Doch jetzt kommt der Winter. „Wir wissen nicht, wo wir dann spielen können“, nennt Sebastian das Problem. Eine Halle, das wäre die optimale Lösung. Also haben die Jugendlichen wieder überlegt, was sie tun können. Und wieder haben sie einen Brief geschrieben. Diesmal an den Vorsitzenden des SV Bad Füssing, Gerhard Huber. Eine Ideallösung wäre für Sebastian und seine Freunde, wenn der SV eine eigene Sparte gründen würde. Einen Betreuer haben sie in Marco Boskovics Vater gefunden, der sich auch jetzt schon um die Jugendlichen kümmert. Gerhard Huber findet die Idee prinzipiell gut, steht der Sache aufgeschlossen gegenüber. „Ich werde mit den Jugendlichen reden. Ich muss ja auch wissen, welche Vorstellungen sie haben“, will er zum Beispiel wissen, ob sie nur für sich privat spielen oder in den Ligabetrieb einsteigen wollen. Eine Sparte Basketball hat es im SV bisher noch nicht gegeben. Wenn der weitere Weg klar ist, wollen Sebastian und seine Freunde weiter die Werbetrommel für Basketball im Kurort rühren.

Quelle: Passauer Neue Presse