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Leonhardi - ein Fest, das die Herzen bewegt - PNP vom 03.11.08

Rund 8000 Gläubige strömten gestern nach Aigen, um den heiligen Leonhard zu ehren. Ein prächtiger Festzug bewegte sich durch den Ort.


Traditioneller Aigner Leonhardiritt lockt wieder tausende Besucher an - Bekenntnis zum christlichen Glauben

(Anna-Christina Kessler, Aigen) „Ja, weil’s die Heimat ist“, antwortet Ludwig Stillinger auf die Frage, was das Besondere am Aigner Leonhardiritt sei - und radelt schnurstracks zur Pferde-Segnung auf die Leonhardiwiese, nachdem er die Wagen-Einteilung organisiert hat. Das Fest in Aigen ist beliebt wie eh und je - rund 8000 Besucher waren gestern dabei, als die Geistlichkeit hoch zu Ross, neun prächtig gestaltete Wagen, kostümierte Reiter, zahlreiche Reiter privater Vereine und die Ehrengäste im Festzug durch den Ort bis zur Leonhardiwiese rollten und ritten.

Die Organisatoren, allen voran Alois Nebauer, hatten wieder alles bestens im Griff, hatten mit einer perfekten Vorbereitung einmal mehr dafür gesorgt, dass es ein rundherum gelungener Festtag wurde. Festzelebrant Abt Rhabanus Petri segnete die prächtig geschmückten Pferde, ehe Bürgermeister Alois Brundobler in seinem Grußwort den über 100 Mitwirkenden für ihre enormen Anstrengungen dankte, „die für alle Ehrensache sind“. Und schließlich richtete er sich an die Besucher, die dem Ganzen einen würdevollen Rahmen verliehen und an deren zahlreichem Erscheinen sich zeige, dass „unser Leonhardi ein Fest ist, das die Herzen bewegt“. Ihm schloss sich Landrat Franz Meyer an, der die „Gemeinschaftsleistung der Aigner“ lobte. Meyer, der die Besucher zum ersten Mal als Landrat auf dem Traditionsfest begrüßte, war sich sicher: „Das Leonhardifest ist ein klares Bekenntnis zu unserem christlichen Glauben.“ Und es zeige, so der Landrat weiter, den Glauben der Menschen daran, dass das Wachsen und Gedeihen in der Landwirtschaft trotz moderner Möglichkeiten in Gottes Hand liege.

Alois Nebauer, dem beim Dank des Landrats an seine Person fast die Tränen in die Augen stiegen, bedankte sich bei den Darstellern. Noch einer durfte nicht fehlen: „Danke dem Herrgott, dass er es nicht regnen hat lassen“, rief Nebauer über die Leonhardiwiese, auf der man sich am 8. November 2009 wieder trifft.

Quelle: Passauer Neue Presse