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Doppelpatrozinium in der Wallfahrtskirche - PNP vom 18.08.08

Reißenden Absatz finden die Kräuterbuschen, die Margarethe Wagner (v.l.), Maria Kotlik und Anni Nebether vom Gartenbauverein verkaufen. Foto: Diet

(Diet, Aigen am Inn) Nicht einmal am Leonharditag war der Gottesdienst so gut besucht wie an diesem 15. August, als in der Pfarrei Aigen das Doppelpatrozinium der Wallfahrtskirche und zugleich das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert wurde. Auch viele Kurgäste waren nach Aigen gekommen, so dass keine Bank und kaum ein Stuhl leer blieb.

Vor dem Gottesdienst boten Frauen des Gartenbauvereins Kräuterbuschen an, die reißenden Absatz fanden. Monsignore Dr. Rudolf Weiß wies auf die lange Tradition dieses Hochfestes hin, die bis in die Zeit um 431 zurückreicht. In seiner Predigt berichtete der Geistliche, wie ein russischer Kriegsgefangener durch ein Marienbild im Esszimmer einer deutschen Familie Trost und Kraft gefunden hatte. Maria, so der Monsignore, sei für Gott die „Pforte zur Erde“, für die Menschen die „Pforte zum Himmel“ geworden.

Im Anschluss an das Glaubensbekenntnis weihte der Geistliche die Kräuterbuschen mit den Heilpflanzen. Einfühlsam gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Sandra Angloher mit vierstimmigen Marienliedern den Festgottesdienst mit. Zum Glück hatten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung im Leonhardihof ein Zelt aufgestellt, so dass beim anschließenden Essen, das viele Helfer vorbereitet hatten, bei strömendem Regen im Trockenen gespeist werden konnte. Mit flotten Weisen unterhielt eine Gruppe der Inntaler Musikanten unter der Leitung von Fritz Büchler die Gäste.

Quelle: Passauer Neue Presse